Die kurze Antwort
Für einen typischen Vorarlberger Betrieb — Friseursalon, Handwerksbetrieb, Café, Praxis, Beratungsbüro — liegt eine individuell gebaute Website einmalig zwischen 800 und 2.500 €. Wird es umfangreicher (viele Unterseiten, Terminbuchung, zweite Sprache, Anbindung an ein bestehendes System), bewegt man sich zwischen 2.500 und 8.000 €. Ein Onlineshop beginnt bei rund 2.400 € und hängt danach stark an der Zahl der Produkte.
Dazu kommen laufende Kosten: Domain rund 15 € im Jahr, Hosting 5 bis 25 € im Monat, Betreuung je nach Umfang 20 bis 80 € im Monat. Wer die Seite komplett selbst pflegt, kommt auch mit den reinen Hosting-Kosten aus.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Der häufigste Irrtum: Man glaubt, der Preis hänge an der Zahl der Seiten. Tatsächlich hängt er an fünf anderen Dingen.
- Wie viel Denkarbeit nötig ist. Eine Seite, die nur informiert, ist schneller gebaut als eine, die verkaufen soll. Letztere braucht eine Argumentationslinie, und die entsteht nicht nebenbei.
- Ob Inhalte da sind. Wenn Texte und Fotos fehlen, ist das kein Detail, sondern oft ein Drittel des Aufwands.
- Funktionen. Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Kundenkonten, Konfiguratoren, Anbindung an Warenwirtschaft oder Kassensystem sind es nicht.
- Sprachen. Eine zweite Sprache verdoppelt nicht den Preis, kostet aber deutlich mehr als eine Übersetzungsdatei — Struktur, Navigation und Auszeichnung müssen mit.
- Wer es baut. Einzelperson, kleine Agentur oder große Agentur unterscheiden sich in Vorarlberg beim Stundensatz etwa um den Faktor drei.
Was in Vorarlberg üblich ist
Grobe Orientierung nach Anbietertyp — jeweils für eine mittlere Unternehmenswebsite:
- Baukasten selbst gebaut (Wix, Jimdo, Squarespace): 0 € Aufbau, 15–40 € im Monat, dafür dein Zeitaufwand.
- Freelancer / Einzelperson: 800–3.000 € einmalig. Direkter Kontakt, kurze Wege, begrenzte Kapazität.
- Kleine Agentur: 3.000–9.000 €. Mehr Kapazität, meist mit Projektleitung dazwischen.
- Große Agentur: ab 10.000 €. Sinnvoll bei Konzernstruktur, mehreren Standorten oder eigenem Markenprozess.
Die Posten, die man gerne übersieht
Ein Angebot ist erst vergleichbar, wenn diese Punkte darin geklärt sind:
- Texte: im Preis oder „liefert der Kunde“?
- Fotos: Shooting, Lizenzbilder oder deine eigenen?
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung müssen von jemandem verantwortet werden. Meist erstellt sie ein Anwalt oder ein Generator, eingebunden werden sie von der Agentur.
- Einschulung: Kannst du danach selbst ändern — und wurde es dir gezeigt?
- Eigentum: Bekommst du Quellcode und Zugänge oder mietest du?
- Änderungen nach dem Launch: inklusive, pauschal oder nach Stunden?
Woran man ein faires Angebot erkennt
Drei Dinge sprechen für einen seriösen Anbieter, unabhängig vom Preis:
- Er nennt einen Fixpreis vor Beginn, statt später nach Stunden abzurechnen.
- Er sagt dir, was du nicht brauchst.
- Er verspricht keinen Google-Platz. Wer „Platz 1 garantiert“, verkauft dir etwas, das er nicht kontrolliert.
Und wenn das Budget klein ist?
Dann ist die richtige Reihenfolge wichtiger als der Umfang. Eine einzige, sehr gute Seite mit klarem Angebot, echten Fotos und einem funktionierenden Kontaktweg bringt mehr als zwölf mittelmäßige Unterseiten. Ausbauen kann man später — vorausgesetzt, das Fundament stimmt.